Archiv für: Januar 2012, 13
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Mit Mentor durchs Studium
Autor: Barbara Buthmann veröffentlicht am 13.01.2012Warum Informatik-Firmen den Studienfonds OWL nicht nur finanziell unterstützen
Dass die IT in Paderborn spitze ist, belegen nicht nur zahlreiche bundesweite Hochschul-Rankings. Dennoch erkennen immer noch zu wenige Abiturienten die fachliche Vielfalt und die großartigen beruflichen Chancen, die ihnen ein Informatik- oder Wirtschaftsinformatikstudium bietet. Dies soll und muss sich ändern, darin sind sich die Mitglieder der Initiative „Paderborn ist Informatik" (PIT) einig.
Im Rahmen einer neuen Kooperation mit der Stiftung Studienfonds OWL bietet PIT jetzt ein umfangreiches Förderprogramm für zunächst acht IT-Studierende an. Die Stipendiaten wurden im Herbst ausgewählt. Sie erhalten fortan ein Deutschlandstipendium in Höhe von 300 Euro monatlich, das die Firmen zur Hälfte tragen, und eine zusätzliche ideelle Förderung, die PIT als besonders wichtig erachtet.
Die Stipendiaten trafen sich jetzt erstmals in den Räumlichkeiten der S&N AG mit ihren Förderern, vier Unternehmen der PIT-Initiative: S&N AG, Janz IT AG, Team GmbH ind Incony AG. Klaus Beverungen, Sprecher der Initiative und Partner der S&N AG, erläutert das Förderpaket. Dazu gehören Besuche in den betreuenden PIT-Firmen, die Teilnahme an Informationstagen, Anwenderforen, Weiterbildungsseminaren oder auch die Möglichkeit, Projektmitarbeiter der PIT-Firmen bei deutschlandweiten Kundenbesuchen zu begleiten. Zudem werden Praktika, Werkstudententätigkeiten und Abschlussarbeiten angeboten.
Klaus Beverungen: „Ein besonderes Schmankerl des Förderpaktes ist jedoch das Mentoring-Programm, das es so beim Studienfonds bisher nicht gibt. Management und Projektleiter der vier PIT-Firmen haben sich bereit erklärt, den Stipendiaten als Mentor ein Jahr lang zur Seite zu stehen. Das Mentoring soll der Persönlichkeits- und Berufsentwicklung der Studierenden dienen.“
Auch die institutionellen PIT-Mitglieder, das Heinz Nixdorf Forum, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Paderborn sowie die Industrie- und Handelskammer Paderborn haben ihre Bereitschaft zur Förderung und Einbeziehung der Stipendiaten in ihre Veranstaltungen zugesagt. Beverungen: „Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Zahl im nächsten Förderjahr erhöhen werden.“
Wichtig dabei sei, so Katja Urhahne, Geschäftsführerin der Stiftung Studienfonds OWL, dass Angebot und Teilnahme am Programm freiwillig sind. Im Rahmen des Stipendiums gebe es keine Pflicht zur Gegenleistung für die Studierenden wie es z. B. bei Dualen Studiengängen der Fall ist. Diese Offenheit biete beiden Seiten viele Vorteile.

Von links: Die Studenten Stefan Heindorf, Christoph Rüthing, Sebastian meyer zu Borgsen, Tobias Rojahn, Kristian Hinnenthal, Maryna Lunkash, Sebastian Lehrig und (vorne von rechts) Klaus Beverungen (S&N AG), Elisabeth Schmidt (Janz AG), Dr. Elke Radeke (Incony AG), Heike Käferle (Team GmbH) und Katja Urhahne (Stiftung Studienfonds OWL)
Die Initiative und der Fonds
Die Initiative „Paderborn ist Informatik“ hat derzeit 17 Mitglieder, die sich aus mittelständischen Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Wirtschaftsinstitutionen zusammensetzen.
Der Studienfonds OWL ist eine von den fünf Hochschulen des Landes NRW in der Region Ostwestfalen-Lippe getragene Stiftung. Bereits seit 2006 werden über den Studienfonds OWL leistungsstarke und engagierte Studierende der heimischen Hochschulen per Stipendium gefördert – bislang fast 600 junge Studentinnen und Studenten. Die Stipendien werden finanziert durch Spenden von Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Privatpersonen.
